Bereits lange vor dem Beschluss des November-Teil-Lockdowns haben die Bogenschützen der "Spieli" beschlossen: "Wir trainieren diesen Winter draußen!" Und so entstand der Plan einer überdachten Schießlinie und verbesserter Scheinwerfer. Am Reformationstag arbeiteten an die vierzehn fleißige Helfer von 10 Uhr in der Früh bis nach Sonnenuntergang daran, das schnee- und sturmfeste Zelt aufzustellen und die neuen Scheinwerfer aufzustellen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

    

  

 

 

Jugendwertung: Robin Klaßmüller (Platz 2), Oskar Zurak (Platz 1), Simon Alberter (Platz 3) und unser Rookie Ronja Weinbeer (Platz 4)

Nachdem es am Vortag noch wie aus Eimern geschüttet hatte, konnten die Bogenschützen der SpVgg Roth sich am Sonntag über stabile Wetterbedingungen freuen, die wirklich gute Ergebnisse für 21 Schützinnen und Schützen zuließen. Diese hohe Teilnahme ist umso beachtlicher, da inzwischen wohl klar ist, dass keine Gau- und Bezirksmeisterschaften stattfinden werden, wie Oliver Fünfgelder, unser Abteilungs- und Wettkampfleiter vor Ort berichtete. Lediglich für die Schützinnen und Schützen, die Ambitionen auf die Teilnahme an bayerischen oder gar deutschen Meisterschaften haben, hat die Schießleistung der Vereinsmeisterschaften – hoffentlich positive – Konsequenzen.

Jugendwertung (siehe Bild oben)

Eine beachtliche Leistungssteigerung zeigte Oskar Zurak, Jugend Recurve: Mit 496 Ringen, 43 mehr als im Vorjahr, fehlen ihm lediglich vier Ringe zur Qualifikationsgrenze des Vorjahres für die Bayerischen Meisterschaften. Mit etwas Glück wird er in diesem Winter erstmals mit dabei sein. Er wurde damit Gesamtdritter der Vereinsmeisterschaften in der Recurve-Klasse. Mit diesem Ergebnis gewann er nicht nur die Jugendwertung sondern bekam noch eine zweite Medaille für Platz 3 in der Recurve-Wertung.
Compound

Oliver Fünfgelder, Philipp Bauer und Sue Lamb traten in zwei Wettbewerben an, neben Recurve auch in der Compound-Klasse:

Oliver Fünfgelder (Platz 2), Philpp Bauer (Platz 1), Michael Trent (Platz 3), Gerhard Renner (Platz 4, fehlt) und Sue Lamb (Platz 5)

Blankbogen

Besonders herausfordernd ist es, das Ziel ohne Visir, Klicker und sonstiges Zubehör zu treffen. Für Christian Putz könnte sogar mit der Qualifikation zu den Bayerischen klappen: Mit dem Blankbogen erzielte er 461 Ringe (im Vorjahr waren 470 für die Teilnahme erforderlich).

Christian Putz (Platz 1), Martin Ebert (Platz 2)

Recurve-Wertung

Auf Platz zwei vor Oskar Zurak landete Sue Lamb mit 528 Ringen. Sie kann fest mit der Teilnahme bei den Bayerischen planen und stellte damit auch gleichzeitig einen neuen Damen-Vereinsrekord auf. Auf Platz eins landete Vorjahressieger Philipp Bauer mit 564 Ringen, einer Leistung, die sogar Hoffnung auf die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften weckt.

Die größten Leistungssteigerungen zum Vorjahr zeigten Andrea Gabel (plus 103 Ringe) und Waldemar Blank (plus 61 Ringe).

Sue Lamb (Platz 2), Philipp Bauer (Platz 1), Oskar Zurak (Platz 3), Cornelia v. Hardenberg (Platz 4), Markus Harrer (Platz 5) und Oliver Fünfgelder (Platz 6)

Die Gesamtergebnisse im Überblick

 

Vorfreude auf den Wettkampf
Vorfreude auf den Wettkampf

Normalerweise finden die Freiluft-Vereinsmeisterschaften zu Beginn der Saison Ende April statt. Diesmal wegen Corona nicht. Auch alle weiterführenden Veranstaltungen wurden für die Freiluftsaison gestrichen. Daher gab es in diesem Sommer keine Gau- und Bezirksmeisterschaften und damit natürlich auch keine bayerischen oder deutschen Meisterschaften. Lange war ja überhaupt kein Training möglich.
Dennoch trafen sich gegen Ende der Sommerferien am Samstag, 29.8.2020, insgesamt achtzehn Schützinnen und Schützen zu verspäteten Freiluft-Vereinsmeisterschaften, um ihre Form zu testen und zu schauen, was denn möglich gewesen wäre. Sie hatten auch noch Glück mit dem Wetter: Trotz anders lautender Prognosen blieb fast ganz trocken.

Einweisung

Von Neulingen in der Einsteigerklasse bis zu Leistungsschützen mit Spitzenergebnissen: Das Schöne bei der Vereinsmeisterschaft ist, dass alle gemeinsam an der Schießlinie stehen.

Pfeile holen!

Teilweise wurden richtige Topleistungen geschossen. Hier sind die Gesamtergebnisse im Überblick:

 

In den Kommentaren ist zu erkennen, wofür die einzelnen Leistungen möglicherweise in der Freiluftsaison gereicht hätten.

Auch die Roth-Hilpolsteiner Volkszeitung berichtete über unser Event.

 

Am Sonntag, 23.8.20, trafen sich einige Schützinnen und Schützen unseres Vereins, um den Bogensport einmal anders zu erleben. Nach 7 Kilometern bergauf und bergab und 31 3D-Zielen waren sich alle einig: "Das machen wir nicht nur einmal pro Jahr!" Als nächstes kommt vielleicht noch in diesem Spätsommer ein Runde Feldbogen zustande.
Mit von der Partie waren von uns Leonie und Martin Ebert, Christian Putz, Wolfgang Tonkel, Simon Alberter und Cornelia von Hardenberg, auch Stefanie Bär (Röttenbach) und Agnes Löw (Abenberg) waren mit dabei.
Mit zwei verlorenen und drei defekten Pfeilen hielten sich die Verluste in Grenzen. Die größte Herausforderung meisterte Youngster Simon Alberter: Bereits nach dem 5. Ziel ging sein Visierpin verloren. Kurzerhand wurde das Visier umgebaut, die Gewindestange verstellt und zum Ersatz-Visierpin umfunktioniert, und weiter ging's. Auch unter diesen erschwerten Bedingungen schoss Simon bis zum Ende mit und lernte eine völlig neue Art des Zielens kennen.

 

 Was tun schießfreudige Bogenschützen, wenn die üblichen Herausforderungen wie Bezirks-, Bayerische und Deutsche Meisterschaften corona-bedingt schon frühzeitig gecancelt wurden? Sie suchen sich einfach eine neue – und zugegebenermaßen etwas verrückte – Herausforderung.

Am 8. August trafen sich ab 9 Uhr in der Früh neun tapfere Bogenschützen, die sich auch von der tropischen Hitze nicht davon abhalten ließen, um bis zum Sonnenuntergang zu testen: „Wie lange halte ich durch? – Wie viele Pfeile sind in dieser Zeit möglich? – Wie entwickeln sich meine Schießleistungen über diese Zeit hinweg? - Und wie geht es mir anschließend?“

Bereits im dritten Jahr in Folge fand dieses "Just for Fun" Event statt, doch die Hitze machte eine besondere Herausforderung daraus.

Die wichtigste Disziplin des Tages: Pause!

Pavillons von Waldemar Blank und selbst mitgebrachte Stühle, viele Getränke, gekühlt im eigens mitgebrachten mobilen Kühlschrank (von Michael Trent), und ein Tischgrill sorgten dafür, dass Energie und gute Laune den Tag über auch bei brütender Hitze hoch blieben. Die meisten Schützen kamen für eine „Teilstrecke“ und schossen für einige Stunden mit. Heuer dabei waren Waldemar Blank, Martin Ebert, Sabine Fünfgelder, Oliver Fünfgelder, Mohanad Kareem Jasim und unser Vereins-Neuzugang Markus Schauer. - Herzlich willkommen, Markus, was für ein Einstand!
Mit Susan („Sue“) Lamb, Michael Trent und Philipp Bauer waren zumindest drei Schützen über die gesamten 12 Stunden des offiziellen Schießens immer wieder an der Schießlinie. Sue Lamb kam dabei auf insgesamt 612 Pfeile und Michael Trent schaffte immerhin 288 Treffer (plus 30 Pfeile ohne Messung).

Doch für Philipp Bauer ging um 21.00 Uhr, als alle anderen erschöpft nach Hause gingen, die persönliche Challenge erst richtig los: Er zog vom großen Bogenplatz (70 Meter Distanz) auf den kleinen (30 Meter) um, weil es dort Licht gibt, und schoss die gesamte Nacht hindurch weiter. Sein Ziel: Tausend Pfeile.


So etwas geht nur mit guten Freunden: Nach drei Stunden allein auf dem Platz bekam er Gesellschaft von zwei Kumpels, die ihm nachts ab halb eins die Nacht hindurch bis zum Sonnenaufgang zur Seite standen. Als diese gingen, schoss er unverdrossen weiter, bis seine Freundin ihn für die letzten Pfeile auf der Anlage an der Sandgasse besuchte und beim Zusammenpacken half.


Direkt im Anschluss, noch auf der Anlage, war er morgens um kurz nach sieben bereit für ein kurzes Telefoninterview:

Wie viele Pfeile hast du jetzt insgesamt geschossen? „1.008. Damit waren es genau 7 Schießzettel mit jeweils 144 geschossenen Pfeilen.“

Wie viele Pfeile gingen daneben? „Keiner! Ich hatte nur Treffer. Die erste Runde war die beste: 614 von 720 möglichen Ringen auf 70 Meter waren persönlicher Rekord für mich.“

Wie oft warst du kurz davor zusammenzupacken und einfach aufzuhören? „Kein Mal. Man muss doch mal seine Grenzen kennenlernen.“

Was tut dir jetzt alles weh? „Alles! Füße, Waden, Kniekehlen, Rücken, Schulter, Finger, … einfach alles!“

Was war für dich die interessanteste Erkenntnis? „Gefühlt ging die Nacht schneller vorbei als der Tag.“

Ob das wirklich schon seine Grenze war? Wir werden es sehen.

Nun erholen sich alle Schützen erst einmal und trainieren dann fleißig weiter für gleich zwei Vereinsmeisterschaften: Ende August wird es um gute Ergebnisse in den Langdistanzen gehen, ohne dass weitere Wettkämpfe folgen. Doch Ende September sollen dann die Qualifikationen für die Hallensaison folgen – in der Hoffnung, dass diese stattfinden wird.